Pressemitteilung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte (BAG): Die Stadien sind sicher und die Fans zeigen eine große Verantwortung!

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte (BAG) beobachtet die Diskussion um die Stadionsicherheit seit geraumer Zeit und sieht sich gezwungen, die aktuellen Verlautbarungen und Vorhaben einzuordnen und zu kommentieren.

Erstens: wir halten die am 18. Oktober 2024 geäußerte Grundannahme, dass die Sicherheit in den Fußballstadien nicht ausreichend gewährleistet ist, für falsch:
Die in den vergangenen drei Jahren stark steigenden Zuschauer*innenzahlen dokumentieren, dass sehr viele Menschen ohne Angst in die Stadien strömen. Auch die Zunahme bei den jüngeren Altersgruppen spricht dafür. Die von der Deutschen Fußballliga (DFL) in Auftrag gegebene Umfrage belegt ebenso, dass sich über 90% der Stadionbesucher*innen sicher fühlen. Zudem zeigen die aktuellen Polizeistatistiken (ZIS Bericht Oktober 2025), dass trotz steigender Zuschauerzahlen die Gewalttaten und Verletztenzahlen beim Fußball abnehmen und sogar weniger Polizeibeamte eingesetzt werden mussten. Folglich sind die Fußballstadien in Deutschland sicher!

Zweitens finden wir es problematisch, dass die Innenminister- und Sportministerkonferenzen das für die angesprochenen Themen zuständige Gremium (NASS), in dem sie jeweils mit Sitz und Stimme vertreten sind, umgehen und in einer Parallelstruktur (BloAG) intransparent Dinge erarbeiten, die originär im Nationalen Ausschuss Sport und Sicherheit (NASS) behandelt werden müssen. Der NASS wurde vor über 30 Jahren eingerichtet, um die Stadien sicherer und vielfältiger zu machen. Die BAG der Fanprojekte ist ein beratendes Mitglied. Die Entwicklung rund um die Fußballstadien zeigt, dass diese Arbeit auf breiter Front erfolgreich ist.

Die angedachten Maßnahmen ignorieren die Erfolge der letzten drei Jahrzehnte!

Drittens ist es fragwürdig, dass zum wiederholten Mal die Fans als Expert*innen ihrer eigenen Lebenswelt nicht miteinbezogen wurden. Auch wenn diese seit vielen Jahren konstruktiv an den Themen (u.a. Stadionverbote, Pyrotechnik) arbeiten, wird auf deren Expertise verzichtet, obwohl deren Einbindung auf der Pressekonferenz des Sicherheitsgipfels am 18.10.2024 angekündigt wurde.

Fans sind sich ihrer Verantwortung für alle im Stadion bewusst und sie tun alles, um die nicht organisierten Zuschauer*innen mitzunehmen. Flugblätter, selbst gefertigte Spieltagshefte und Fanzines gibt es in fast jedem Stadion. Club-Fan-Dialog-Formate sind in den ersten drei Ligen Pflichtaufgabe der Vereine und werden dort, wo sie einladend gestaltet werden, gerne angenommen. Die Verbände haben ihre eigenen Dialog-Formate und arbeiten daran, diese stetig zu verbessern. Es gibt die Kommission Fans und Fankulturen im DFB, in der von den Fanorganisationen engagiert diskutiert und gestritten wird, immer darum bemüht, den Gesprächsfaden nicht abreißen zu lassen. Auch die BAG der Fanprojekte ist Teil der oben genannten Kommission und steht seit Jahrzehnten für Dialog und Erfahrungswissen.

Mit der Demonstration unter dem Motto „Der Fußball ist sicher!“ am 16.11.2025 in Leipzig, zu der innerhalb von wenigen Tagen eine fünfstellige Zahl an Teilnehmenden aus ganz Deutschland mobilisiert wurde, setzten die Fanszenen ein starkes Zeichen für ein sicheres Stadionerlebnis und ihre Fankultur und brachten ihre Anliegen für Fan- und Bürgerrechte demokratisch auf die Straße.

Wir begrüßen die Forderungen der Fans nach Versachlichung der Debatte und plädieren dafür, dass die Diskussion da geführt wird, wo sie hingehört. Automatische bundesweite Stadionverbote bei Einleitung eines Ermittlungsverfahrens und personalisierte Eintrittskarten tragen nicht zur Verringerung der Polizeieinsatzstunden bei.

Kontakt für Rückfragen: info@bag-fanprojekte.de

Vernetzungstreffen zur historisch-politischen Bildungsarbeit im Sport am 24. und 25.10.2025 in Leipzig

In Leipzig fand diesen Herbst ein zweitägiges Vernetzungstreffen zur historisch-politischen Bildungsarbeit im Sport und Fußball statt. Die Veranstaltung wurde vom Fanprojekt Leipzig initiiert und gemeinsam mit der Lernkurve Leipzig, der Initiative für mehr gesellschaftliche Verantwortung im Breitensport-Fußball (IVF) sowie der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig organisiert. Unterstützung kam außerdem von der Gedenkstätte Mittelbau-Dora und der Sächsischen Landesarbeitsgemeinschaft Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus (sLAG). Die Universität Leipzig stellte die Räumlichkeiten der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät zur Verfügung.

Den Auftakt bildete ein historischer Rundgang der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig zu den ehemaligen Zwangsarbeiter*innenlagern im Umfeld der heutigen Red Bull Arena. Die Teilnehmenden erhielten einen Einblick in die Verflechtungen von Leipziger Stadtgeschichte, NS-Zwangsarbeit und lokaler Fußballhistorie.

Ein anschließendes Grußwort von Dr. Petra Tzschoppe, ehemalige Vizepräsidentin des Deutschen Olympischen Sportbundes und langjährige Lehrende an der Universität Leipzig, betonte die Relevanz historisch-politischer Bildungsarbeit im Sport. Die darauf folgenden Fachvorträge von Dr. Veronika Springmann (Deutsches Sportmuseum Berlin), Dr. Andreas Kahrs (What Matters) und Paula Scholz (KZ-Gedenkstätte Neuengamme) beleuchteten kritisch die Rolle des Sports im Nationalsozialismus sowie aktuelle Herausforderungen der Vermittlung der NS-Geschichte in außerschulischen Bildungseinrichtungen und Institutionen wie Sportvereinen, Fanprojekten und Sportverbänden. Anschließend wurden die Inhalte in einer moderierten Podiumsdiskussion vertieft und auf verschiedene Fragen der Zuhörer*innen eingegangen.

Die Workshops des zweiten Veranstaltungstages boten praxisnahe Einblicke in unterschiedliche Formen historisch-politischer Bildungsarbeit im Sport. Unter der Leitung von Monika Urbich (Arolsen School) beschäftigte sich der erste Workshop mit digitalen Lernformaten im Fußballkontext. Die Teilnehmenden lernten verschiedene digitale Werkzeuge und Lernmodule kennen, die Themen wie Ausgrenzung, Zugehörigkeit und historische Verantwortung behandeln. Dabei konnten sie interaktive Tools selbst erproben und deren Einsatzmöglichkeiten in der historisch-politischen Bildungsarbeit im Sport diskutieren.

Ein weiterer Workshop, geleitet von Alexander John Bolton (Gedenkstätte Buchenwald), widmete sich der Erinnerungsarbeit in Social Media. Anhand konkreter Beispiele – darunter Instagram-Reels, Kurzformate und unterschiedliche Formen digitalen Storytellings – wurde gezeigt, wie erinnerungskulturelle Inhalte zeitgemäß aufbereitet und vermittelt werden können. Die Gruppe reflektierte sowohl die Potenziale als auch die Grenzen digitaler Plattformen für die pädagogische Arbeit.

Der dritte Workshop wurde von Dr. Veronika Springmann (Deutsches Sportmuseum Berlin) und Dr. Andreas Kahrs (What Matters) durchgeführt und thematisierte Sport in nationalsozialistischen Konzentrationslagern. Ausgehend von historischen Quellen und Biografien erarbeitete die Gruppe die unterschiedlichen Funktionen, die Sport im KZ-System erfüllte. Zudem wurden aktuelle Bildungsmaterialien vorgestellt und methodische Zugänge diskutiert, die eine verantwortungsbewusste Vermittlung dieses sensiblen historischen Themenfeldes ermöglichen.

Die Workshops boten viel Raum für einen intensiven Austausch über methodische Fragen, digitale Innovationen und eine verantwortungsvolle Vermittlung der nationalsozialistischen Geschichte im Sport.

Im Rahmen der darauffolgenden Projektmesse stellten Teilnehmende und Gäste ihre Projekte und Initiativen vor. Die Messe diente als Plattform für Vernetzung, gegenseitige Beratung und erste Kooperationsansätze über regionale Grenzen hinweg.

Zum Abschluss des Tages kamen alle Teilnehmenden erneut zusammen, um in gemeinsamen Tischgesprächen über verschiedene Fragestellungen zu diskutieren. Dieser abschließende Austausch bot die Gelegenheit, die Inhalte der beiden Veranstaltungstage gemeinsam zu reflektieren, neu gewonnene Impulse im eigenen Denken zu verankern und erste Ansätze für zukünftige Projekte und Ideen weiterzuentwickeln.

Die Veranstaltung verdeutlichte die zentrale Rolle des Fußballs und Breitensports bei der Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte, gesellschaftlicher Verantwortung und moderner Bildungsarbeit. Durch den Austausch und die Zusammenarbeit von Fanprojekten, Vereinen, Gedenkstätten, Hochschulen und zivilgesellschaftlichen Initiativen entstand ein fachlicher Dialog, der langfristig zur Weiterentwicklung historisch-politischer Bildung im Sport beitragen wird.

Besonderer Dank gilt den Fördermittelgeber*innen DSJ – Deutsche Sportjugend, gefördert vom Bundesministerium des Innern aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages, sowie PFiFF – Deutsche Fußball Liga, deren finanzielle Unterstützung die Durchführung dieser Veranstaltung erst möglich machte.

Das Fanprojekt kann weitermachen

Die Arbeit des Leipziger Fanprojektes geht weit über Fußball hinaus. Sozialpädagog:innen begleiten Jugendliche und junge Erwachsene, die zu den Fanszenen von Lok, Chemie und RasenBallsport Leipzig gehören. Sie vermitteln in Konfliktsituationen am Spieltag, helfen bei großen und kleinen Problemen, leisten wichtige Bildungs- und Demokratiearbeit, schaffen sichere Räume in denen jugendliche Fußball-Fans Selbstwirksamkeit erleben und sind Übersetzer:innen der Anliegen von Fans in das Fußball-Netzwerk. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Spannungen ist diese Arbeit unverzichtbar: Sie sorgt für Austausch statt Abgrenzung, für Perspektiven statt Ausgrenzung – und sie stärkt das Miteinander in der Stadt.

Noch im Frühjahr schien die finanzielle Lage für das Leipziger Fanprojekt extrem schwierig. Jetzt gibt es Grund zur Freude: Dank Spenden, politischer Unterstützung und neuer Förderentscheidungen auf Landes- und Bundesebene konnte die angespannte Situation nicht nur stabilisiert, sondern auch verbessert werden. „Nach Monaten voller Unsicherheit ist es ein riesiger Erfolg, dass wir unsere Arbeit nicht nur fortsetzen, sondern auch weiterentwickeln können“, sagt Steffen Kröner, Berater des Fanprojekts Leipzig bei Outlaw.

Im Mai 2025 machte Outlaw öffentlich, wie ernst die Lage für das Fanprojekt Leipzig geworden war. Weder die städtische noch die landesweite Förderung deckten den tatsächlichen Bedarf, und zusätzlich erschwerte die Deckelung der Fußballförderung im Haushalt unsere Arbeit deutlich. Die Konsequenz: Selbst ein Fortbestehen des Projekts in seiner bisherigen Form konnte nicht mehr gesichert werden. Für die sozialpädagogische Begleitung der Fanszenen war das eine unhaltbare Situation. „Allein der Gedanke, dass wir Angebote einstellen oder sogar schließen müssten, hat viele Jugendliche und junge Erwachsene in den Fanszenen beunruhigt“, erinnert sich Projektleiter Dr. Christian Kohn.

Über den Sommer hinweg hat sich das Blatt gewendet. Schon die Spendenkampagne brachte in kürzester Zeit mehr als 5.000 Euro zusammen – ein klares Zeichen, wie wichtig das Projekt für viele Jugendliche und junge Erwachsene ist. Fans, Unterstützer:innen und Netzwerkpartner:innen machten deutlich: Diese Arbeit darf nicht auf Eis gelegt werden. Parallel dazu fanden auf Landesebene zahlreiche Gespräche zwischen den sächsischen Fanprojekten, ihren Trägern und den demokratischen Fraktionen im Landtag statt. Mit Erfolg: Die geplanten Kürzungen der sächsischen Fanprojekt-Förderrichtlinie wurden aufgehoben. Stattdessen wurde die Landesförderung für die Jahre 2025 und 2026 erhöht. „Das war für uns ein entscheidendes Signal“, betont Steffen Kröner, Berater des Fanprojekts Leipzig: „Damit steht fest: Die Arbeit der Fanprojekte in Sachsen wird als bedeutend und unverzichtbar anerkannt.“

Auch auf Bundesebene gab es entscheidende Veränderungen. DFB und DFL haben nicht nur ihre Fördersummen erhöht, sondern auch ein lang angestrebtes Anliegen umgesetzt: Die bisher gemeinsame Förderung für Lok und Chemie wurde aufgeteilt. Damit steht dem Leipziger Fanprojekt nun mehr Geld als bislang zur Verfügung. Das bedeutet Planungssicherheit und die Möglichkeit, die Besonderheiten der Fanszenen besser zu begleiten. Ab 2026 können wir personell aufstocken und dringend benötigte Strukturverbesserungen umsetzen.

„Unser Dank gilt allen Spender:innen, Fans, politischen Partner:innen und Unterstützer:innen im Netzwerk. Ohne euch wäre diese positive Wendung nicht möglich gewesen“, sagt Christian Kohn.

Auch wir als Träger möchten uns herzlich bedanken – bei allen, die gespendet haben, bei der Politik, die Verantwortung übernommen hat, und bei DFB und DFL, die eine Lösung gefunden haben.

Sozialpädagog*in / Sozialarbeiter*in (m/w/d) in Teilzeit (25 Std./Woche) gesucht!

Für den Arbeitsbereich BSG (Betriebssportgemeinschaft) Chemie Leipzig sucht das Fanprojekt zum nächstmöglichen Zeitpunkt in Teilzeit (25Std./Woche) eineN Sozialpädagog*in/Sozialarbeiter*in (m/w/d)

Kennziffer 5252621


Das Fanprojekt Leipzig begleitet seit 14 Jahren junge Fußballfans der Vereine RasenBallsport Leipzig, 1. FC Lokomotive Leipzig und BSG Chemie Leipzig innerhalb und außerhalb ihrer Lebenswelt. Gemeinsam mit den Fans möchten wir eine kreative und positive Fankultur auf- und ausbauen und die Lebensbedingungen von jungen Menschen verbessern.


Deine Aufgaben:

  • Du kümmerst dich im Rahmen unserer offenen Jugendarbeit um die Entwicklung und Durchführung regelmäßiger Angebote in den von uns bereitgestellten Fanräumen für die Fans der BSG Chemie Leipzig

  • Du begleitest im Rahmen unserer aufsuchenden Jugendarbeit ausgewählte Heim- und Auswärtsspiele der BSG Chemie Leipzig

  • Du hilfst bei der Organisation und Durchführung von Bildungsreisen im In- und Ausland

  • Du berätst jugendliche Fußballfans der BSG Chemie Leipzig zu unterschiedlichen Anliegen und Problemlagen

  • Du bringst dich aktiv in das Fußball-, Fanprojekte- und Jugendhilfe-Netzwerk auf regionaler und bundesweiter Ebene ein

  • Du arbeitest an der konzeptionellen Weiterentwicklung der Angebote des Fanprojektes mit


Dein Profil:

  • Abschluss als staatl. anerkannte:r Sozialpädagoge / Sozialpädagogin, Sozialarbeiter / Sozialarbeiterin, eine vergleichbare geistes-, sozialwissenschaftliche oder pädagogische Qualifikation/Ausbildung oder du möchtest berufsbegleitend Soziale Arbeit an einer Dualen Hochschule studieren

  • Du bist interessiert an Fußball-Fankultur

  • Du bist empathisch im Umgang mit Jugendlichen und besitzt diplomatisches Geschick in der Kommunikation mit Erwachseneninstitutionen

  • Du arbeitest selbstständig und verbindlich, bist aber auch teamfähig

  • Du bist sicher im Umgang mit MS-Office Programmen

  • Du bist zeitlich flexibel und in Besitz eines gültigen Führerscheins der Klasse B


Darauf kannst du dich freuen:

  • einen unbefristeten Arbeitsvertrag

  • Vergütung orientiert am branchenüblichen Gehalt, z. B. TVöD

  • betriebliche Altersvorsorge (arbeitgeberfinanziert)

  • 30 Tage Urlaub + 2 Regenerationstage + Heiligabend und Silvester als zusätzliche freie Tage

  • Mitgestaltungsmöglichkeiten und flache Hierarchien

  • professionelles Einarbeitungskonzept einschließlich wohnortnaher Willkommensveranstaltung

  • Teamtage, pädagogische Tage, Supervisionen

  • Entwicklungsmöglichkeiten durch interne und externe Weiterbildungsangebote

  • Angebote des betrieblichen Gesundheitsmanagements

  • Zeitwertkonten (Möglichkeit einer Auszeit oder früheren Rente)

  • BusinessBike Fahrradleasing

  • Prämienprogramm „Mitarbeiter:innen werben Mitarbeiter:innen“ (600 EUR)

  • vergünstigte Angebote bei zahlreichen Shoppingportalen (corporate benefits)

  • Vergünstigungen durch eine Kooperation mit der LVB zum LVB-Jobticket


Interessiert? 
Möchtest du Teil unseres Teams werden? Dann freuen wir uns auf deine Bewerbung über das Online-Formular auf unserem Karriereportal (www.outlaw-ggmbh.de) oder schriftlich – unter Angabe der Kennziffer.

Du hast vorab noch Fragen?
Melde dich gerne bei bewerbung@outlaw-ggmbh.de

Bitte achte darauf, dass wir bis zur Einstellung einen Nachweis deines vollständigen Masern-Schutzes benötigen.

Outlaw gGmbH
Christian Kohn
Käthe-Kollwitz-Straße 54
04109 Leipzig

Neue Bücher zum Thema Antisemitismus im Fußball in unserer Bibliothek

Unsere Bibliothek hat ab sofort eine neue Ecke zum Thema Antisemitismus und Fußball. Vor dem Hintergrund des weltweit zunehmenden Judenhasses, antisemitischer Demonstrationen und Boykottaufrufe ist es uns wichtig, über die Funktionsweisen und Formen des Ressentiments gegenüber Jüdinnen und Juden zu informieren. Auch in den Fußballstadien ist das lange totgeglaubte Vorurteil wieder zunehmend sichtbar.

In der erinnerungspolitischen Bildungsarbeit und mit Gedenkstätteninitiativen haben Vereine und Fans seit vielen Jahren die Erforschung von Antisemitismus im Sport vorangetrieben und immer wieder darauf verwiesen, dass „Nie wieder!“ keine hohle Phrase sein darf. Fußballstadien sind also durchaus eine Art Indikator, wenn es um gesellschaftliche Verwerfungen und Problemlagen geht.

Für alle, die sich intensiver mit dem Themenfeld beschäftigen wollen oder Fragen zu den komplexen gesellschaftlichen Problemlagen haben, finden sich ab sofort Klassiker der Antisemitismustheorie, Bücher über die nationalsozialistische Vergangenheit von Fußballclubs und Neuerscheinungen zum modernen Antisemitismus nach dem 7. Oktober. Kommt also gerne vorbei!

Die Anschaffungen für unsere Bibliothek erfolgten im Rahmen des Projekts „Das Schweigen der Fankurven“ mit freundlicher Unterstützung der DFB-Kulturstiftung, der Amadeu Antonio Stiftung und des sächsischen Förderprogramms Weltoffenes Sachsen.

„Für unsere Arbeit eigentlich unverzichtbar…“ Fachtag zum fehlenden Zeugnisverweigerunsgrecht in der (aufsuchenden) Sozialen Arbeit

Der Landesarbeitskreis Mobile Jugendarbeit Sachsen e.V. hat als Dach- und Fachverband für die Arbeitsfelder Mobile Jugendarbeit und Streetwork in Sachsen zusammen mit dem Fanprojekt Leipzig Ende August einen Fachtag zum Zeugnisverweigerungsrecht auf die Beine gestellt. Im Soziokulturellen Zentrum Conne Island trafen sich knapp 40 Sozialpädagog:innen, Leitungen und Trägerverteter:innen, um vor allem den alltagspraktischen Umgang rund um die fehlende rechtlich Absicherung innerhalb einiger Felder der Sozialen Arbeit zu diskutieren.

Für nicht wenige sozialpädagogische Fachkräfte der aufsuchenden Arbeit und ihre Träger gehört es mittlerweile fast zur Normalität, mit Vorladungen von Polizei, Staatsanwaltschaft oder Gerichten umgehen zu müssen. Die Grundlage der sozialpädagogischen Alltagsarbeit – das belastbare Vertrauensverhältnis und die Beziehungsarbeit mit der Zielgruppe – wird durch diese Praxis extrem gefährdet. Nicht selten zerstören die derzeitige Rechtsgrundlage und die daraus resultierenden Folgen jahrelang aufgebaute Beziehungsverhältnisse mit Klient:innen.

Georg Grohmann vom LAK leitete mit einer fokussierten juristischen und berufsethischen Problemanalyse in den Fachtag ein und skizzierte anschließend die unterschiedlichen Dilemmata, in denen die Akteur:innen der Sozialen Arbeit stecken. Allzu oft sind die komplexen und diffizilen Arbeitsaufträge an die Streetworker:innen einfach nicht in Einklang zu bringen mit den oft engen juristischen Rahmenbedingungen der Strafverfolgungsbehörden. In welche Problemsituationen man gerät, wenn Staatsanwaltschaft und Polizei die Sozialen Arbeit im Strafverfahren nutzen wollen, beschrieb in Anschluss Sophia Gerschel aus Karlsruhe. Die ehemalige Mitarbeiterin des ansässigen Fanprojektes sollte mit ihren beiden Kollegen als Zeugin in einem Ermittlungsverfahren aussagen. Als sie dies insbesondere mit dem Verweis auf ihre Arbeitsgrundlage, das Berufsgeheimnis und die berufliche Schweigepflicht ablehnte, geriet sie selbst in die Mühlen der Justiz. In ihrem eindrucksvollen Vortrag beschrieb sie die zermürbenden Auseinandersetzungen mit den Exekutivorganen, die juristischen Leerstellen und die persönlichen Schwierigkeiten, die der Fall mit sich gebracht hat. Umso wichtiger war der anschließende praktische Austausch: in Fallbeispielen, diskutierten die Teilnehmenden den praktischen Umgang mit der fehlenden rechtlichen Absicherung aus verschiedenen Blickwinkeln und in den diversen Arbeitsfeldern der aufsuchenden Arbeit und suchten nach bestmöglichen Auflösungen.

Deutlich wurde beim Fachtag vor allem eines: Vor dem Hintergrund der Spezialisierung und Weiterentwicklung von aufsuchender Sozialer Arbeit und der Präzisierung und Umfänglichkeit des gesetzlichen Arbeitsauftrages in den letzten Jahrzehnten, ist anzunehmen, dass ein fehlendes Zeugnisverweigerungsrecht früher oder später ein potentielles Strafbarkeitsrisiko für die jeweiligen Sozialarbeiter:nnen mit sich bringt. Der Fachtag hat versucht, für dieses Risiko ein Bewusstsein zu schaffen und nach Ursachen und Auswegen aus dieser Situation gesucht. Einfache Paradelösungen sind schwer, es kommt immer auf den Einzelfall an. Dass dabei alle Akteur:innen an einem Strang ziehen müssen – die Fachkräfte selbst, aber auch Team-Leitungen, Trägervertreter:innen, Justiziare und Dachverbände – war eine wichtige Essenz des Zusammentreffens.

Sport, Geschichte und Verantwortung – Einladung zum Vernetzungstreffen historisch-politische Bildungsarbeit im Sport

Liebe Kolleg*innen, Sportbegeisterte, Interessierte,
hiermit laden wir Euch herzlich zum 4. Vernetzungstreffen historisch-politische Bildungsarbeit im Sport ein, welches in diesem Jahr erstmals in Ostdeutschland stattfinden wird.

Mit einem Programm aus theoretischen Impulsen, praxisorientierten Workshops und viel Raum für Austausch und Vernetzung möchten wir die Gelegenheit für Wissenstransfers und das Knüpfen langfristiger, bereichernder Verbindungen innerhalb der Sportgemeinschaft schaffen. Eingeladen sind alle, die an der Verknüpfung von Sport und Politik interessiert sind, insbesondere Fußballfans, Ehrenamtliche aus dem Sport sowie Vertreter*innen von Verbänden und Vereinen. Da es am Samstag eine Art „Messe“ zur Vorstellung von gelingenden Projekten geben wird, laden wir Euch auch dazu ein, Informationsmaterialien mitzubringen. Für Menschen, die Reise- und Übernachtungskosten nicht über die Arbeit abrechnen können, gibt es die Möglichkeit eines Zuschusses. Die Veranstaltung selbst ist kostenfrei.

Wir bitten um Anmeldung zur Veranstaltung über folgenden Link.

Dort findet ihr auch Informationen zur Übernachtungsmöglichkeit und könnt euch bereits für einen Workshop anmelden.

Die Hotelbuchung über den Link (Anmeldungsformular) ist nur bis zum 28.09.2025 möglich, danach müssen Hotelzimmer selbstständig gebucht werden. Die Anmeldung zur Teilnahme an der Veranstaltung ist bis zum 23.10.2025 möglich.

 

Fragen und Hilfe zur Anmeldung unter:

fanprojekt.leipzig[at]outlaw-ggmbh.de

oder telefonisch:

0341 24775006

 

Im Folgenden findet Ihr eine Übersicht über Programm und Workshop – Angebot:

Veranstaltungsort
Universität Leipzig
Erziehungswissenschaftliche Fakultät – Haus 3
Marschner Straße 31
04109 Leipzig

 

Programmübersicht

Freitag, 24.10.2025

ab 13:00 Uhr: Ankommen (Snack)
14:00 Uhr: lockerer Stadtteil-Rundgang mit der Gedenkstätte für Zwangsarbeit im Leipziger
Westen (optional)
15:30 Uhr: Pause (Kaffee/Kuchen)
16:00 Uhr: Begrüßung und offizieller Beginn
16:30 Uhr: Impulsvorträge und Podium zu Funktionen von Sport in der NS-Diktatur
Referent*innen: Veronika Springmann (Sportmuseum Berlin), Andreas Kahrs (What Matters), Paula
Scholz (KZ-Gedenkstätte Neuengamme)
18:30 Uhr: gemeinsames Abendessen (auf Selbstzahlbasis)

Samstag, 25.10.2025

10:00 Uhr: parallele Workshops
13:00 Uhr: Pause (Mittagessen)
14:00 Uhr: „Messe“ für Projektpräsentation und Vernetzung
15:00 Uhr: gemeinsamer Abschluss mit Tischgesprächen
16:00 Uhr: Ende der Veranstaltung

 

Workshop-Angebot

Workshop 1: Fußball als Lernraum – digitale Zugänge zu Geschichte und Gegenwart
Referent*in: Arolsen School
Inhalte:
In unserem digitalen Lernmodul nehmen wir junge Menschen mit auf eine virtuelle Reise über die Oberfläche eines Fußballs – und stellen dabei eine zentrale Frage: Wer darf eigentlich mitspielen? Anhand der Schwerpunkte Vereinsleben, Nationalismus und Fankultur thematisieren wir Zugehörigkeit und Ausgrenzung im Fußball – aus historischer und gegenwartsbezogener Perspektive. Im Fokus stehen Biografien von Menschen, die im Nationalsozialismus verfolgt wurden. Dabei fragen wir auch: Welche Formen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Antisemitismus lassen sich über das gesellschaftliche Großphänomen Fußball bis heute erkennen? Das Modul verknüpft die Lebenswelt junger Menschen mit historischem Wissen und lädt zur kritischen Auseinandersetzung und Selbstreflexion ein. Im Workshop stellen wir auch Funktionen der digitalen Bildungsplattform vor mit einem Schwerpunkt auf dem Zusammenspiel von digitalen Tools und analogen Lernräumen. Gemeinsam entwickeln wir Ideen, wie das Modul in der außerschulischen Bildungsarbeit – etwa in Fanprojekten, Jugendzentren oder Vereinen – zielgruppengerecht und praxisnah eingesetzt werden kann.

Workshop 2: Erinnerungsarbeit und Social Media
Referent: Alexander John Bolton (Gedenkstätte Buchenwald)
Inhalte:
Der Workshop beschäftigt sich mit der Verbindung von historisch-politischer Bildungsarbeit mit Social Media – Plattformen wie Instagram und zeigt dabei Möglichkeiten der digitalen Erinnerungsarbeit auf – zum Beispiel die Produktion von niedrigschwelligen Instagram-Reels für Gedenkstätten. Dabei geht es auch um die gesellschaftliche Relevanz der Sozialen Medien – gerade im Kontext von Sport, Fankultur und zivilgesellschaftlichem Engagement.

Workshop 3: Vorstellung der Bildungsmaterialien „Sport in nationalsozialistischen
Konzentrationslagern“
Referent*innen: Veronika Springmann (Sportmuseum Berlin), Andreas Kahrs (What Matters)
Inhalte:
Sport hat viele Aspekte. Sport kann Vergnügen sein, aber auch Qual. Die Bildungsmaterialien „Sport in nationalsozialistischen Konzentrationslagern“ geben die Möglichkeit sich mit diesen Phänomen im Konzentrationslager zu beschäftigen. Sie zeigen darüber hinaus einen Weg auf, wie Sport zu einem Ausgangspunkt werden kann, um etwas über die Geschichte des Nationalsozialismus und der nationalsozialistischen Konzentrationslager zu erfahren.

 

Wir freuen uns auf ein bereicherndes Vernetzungstreffen mit Euch!

 

Diese Veranstaltung wird organisiert von:

Fanprojekt Leipzig | Lernkurve Leipzig | IVF Leipzig | Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig | Gedenkstätte Mittelbau-Dora | Universität Leipzig – Sportwissenschaftliche und Erziehungswissenschaftliche Fakultät | sLAG – Sächsische Landesarbeitsgemeinschaft Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus

Außerdem wird sie gefördert durch:

DSJ – Deutsche Sportjugend gefördert vom BMI aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages und PFiFF – Deutsche Fußball Liga 

Anmeldeformular

Zur momentan schwierigen finanziellen Situation des Leipziger Fanprojekts

Die durch die Presse gehenden Meldungen von drohenden oder schon vollzogenen Einsparungen im sozialen Bereich, die gerade viele zivilgesellschaftliche Initiativen und Träger der Sozialen Arbeit in Sachsen, aber auch bundesweit drastisch zu spüren bekommen, betreffen auch das Leipziger Fanprojekt. Wir bitten deswegen um Unterstützung.

Wie vielleicht bekannt sein dürfte, haben wir hier an unserem Standort eine bundesweit einmalige Situation: mit den Fanszenen von Chemie Leipzig, RB Leipzig und Lok Leipzig begleitet das Leipziger Fanprojekt gleich drei Bezugsfanszenen sozialpädagogisch – eine nicht immer ganz einfache Konstellation, in der wir es aber seit 2011 geschafft haben, intensive und belastbare Beziehungsebenen zu den Fanszenen und auch den Bezugsvereinen aufzubauen. Und auch im Netzwerk haben wir uns mittlerweile ein sehr gutes Standing erarbeitet.

Als vor 1 ½ Jahren sehr deutlich wurde, dass unsere Struktur verändert und die Finanzierung entsprechend angepasst werden muss, um weiterhin gut arbeiten und wirksam sein zu können, haben wir viele Gespräche mit unseren Finanzierungsgebern geführt, um DFB, DFL, Kommune und Land zu überzeugen, mehr Geld zur Verfügung zu stellen – und damit z. B. notwendige Stellenaufstockungen vollziehen zu können. Wir haben hierfür mit sehr viel Rücksicht auf die sich bereits anbahnenden schwierigen Haushaltslagen ein Konzept erstellt, das maßvolle Stellenaufwüchse und entsprechend verträgliche Etaterhöhungen vorsah. Wir haben in mehreren Treffen die Notwendigkeit der Stellenaufstockungen und Anhebung unserer Sachkostenfinanzierung dargelegt, aber auch die Konsequenzen, die unserer Einschätzung nach eintreten würden, sollte sich nichts an unserer Lage ändern. Leider ist seitdem nichts passiert, was zu einer substanziellen Verbesserung unserer Situation beigetragen hätte. Weder der Fußball noch die öffentlichen Hände haben Verantwortung übernommen, keiner ist den ersten konkreten Schritt nach vorne gegangen, mehr Geld zu geben.

Wir haben in den letzten Jahren immer das Beste aus unserer schwierigen Haushaltslage gemacht und versucht, durch mehr oder weniger clevere Drittmittelakquise und politische Lobbyarbeit unseren Etat anzuheben. Das ist uns auch im Verbund mit öffentlichen Händen und dem Fußball im Rahmen der letzten beiden Doppelhaushalte gelungen – deswegen wollten wir unbedingt nun den nächsten notwendigen Schritt zur weiteren Verbesserung unserer Fanprojekt-Struktur in die Wege leiten.

An Stellenaufstockungen und einen höheren Etat ist momentan allerdings nicht mehr zu denken, denn nach den ersten Haushaltsentscheidungen unserer Fördermittelgeber haben wir eine völlig andere Ausgangslage: nachdem die Stadt Leipzig unseren für 2025/2026 beantragten Mehrbedarf nicht anerkannt hat, bleibt unsere Fördersumme auf dem Stand vom letzten Jahr stehen. Und der Landeshaushalt ist zwar noch nicht beschlossen, im Regierungsentwurf sind aber für 2026 sogar Kürzungen der sächsischen Fanprojekt-Förderung angedacht. Wie sich der Fußball, also DFB und DFL, angesichts dieser schwierigen Perspektiven verhalten wird, ist unklar. Fakt ist: Unsere Finanzierung hält nicht mehr mit der aktuellen Tarif- und Kostenentwicklung Schritt und so droht uns aktuell ein Defizit von mehreren 10.000 Euro. Damit ist unser momentaner Status Quo gefährdet.

Wir führen weiterhin viele Gespräche mit der Politik, dem Fußball, den öffentlichen Händen und unserem Träger. Die fachlichen Argumente liegen auf unserer Seite. Aber wir brauchen Unterstützung und Solidarität. Deswegen wurde eine Spendenseite aufgelegt, die ihr unter folgendem Link abrufen könnt: https://projekte.outlaw-ggmbh.de/project/spende-fuer-fanprojekt-leipzig-kopieren

Wir würden euch gerne bitten, sowohl auf die Spendenkampagne, als auch auf unsere momentane Situation hinzuweisen, soweit es euch möglich ist. Vielen Dank!

Erfolgreiche Veranstaltung beim Deutschen Jugendhilfetag

Am 14.05.2025 fand im Rahmen des 18. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetages auch unsere Fachveranstaltung zu jugendlich geprägter Fankultur als Arbeitsfeld der Jugendhilfe statt.

Über 100 Interessierte – mehr, als Plätze vorhanden waren – kamen, um unserem Impulsvortrag und der von Steffen Kröner moderierten Podiumsdiskussion zu lauschen, an der Janina Bittner (Abteilungsleiterin Jugendhilfe der Stadt Leipzig und stellvertretende Jugendamtsleiterin), Dr.in Heidi Giuliano-Thaler (Koordinationsstelle Fanprojekte), Christian Shukow (Referent für Jugendsozialarbeit beim AWO-Bundesverband) und Dr. Christian Kohn (Leiter des Leipziger Fanprojekts) teilnahmen.

Angesichts der hohen Kontaktzahlen, der großen Akzeptanz in den Fanszenen und den vielen fachlichen Impulsen, die immer wieder von der Fansozialarbeit für die Jugendhilfe ausgehen, waren sich Podium und Publikum einig darin, dass die Fanprojekte stabile Rahmenbedingungen brauchen, um weiterhin gut arbeiten zu können – und dies nicht nur eine auskömmliche Finanzierung mit einschliessen muss, sondern auch ein Zeugnisverweigerungsrecht.

Wir danken allen Gäste und Mitdiskutierenden sowie der Deutschen Fußball-Liga (DFL), die an der Organisation beteiligt war, für eine gelungene Veranstaltung, deren große positive Resonanz auch uns ziemlich überrascht hat.

Unter Druck – Artikel in der SZ von Christoph Ruf

Über die teils existentiellen Probleme der Fanprojekte schreibt der Journalist Christoph Ruf in der gestrigen Ausgabe der Süddeutschen Zeitung.

Sein Beitrag problematisiert Veränderungen in der Fankultur und die Schwierigkeiten, in denen die sozialpädagogischen Fanprojekte im Moment stecken: Unzureichende Finanzierungssicherheit, inhaltliche Infragestellung durch die Politik und fehlende Wertschätzung sind die aktuellen Baustellen des Arbeitsfeldes. Permanente Unsicherheit für die Kolleg:innen kommt auch noch dazu, iinsbesondere dann, wenn sie selbst ins Visier von Ermittlungen geraten, sei es durch ein fehlendes Zeugnisverweigerungsrecht oder die rechtswidrige Überwachung der genuinen Beziehungsarbeit.

Den Beitrag der SZ findet ihr hier.