Gedenkstättenfahrt nach Dachau: Eine Führung mit Klaus Schulz

Am 29.11.2024 machte sich eine kleine Gruppe junger Lokfans auf den Weg nach München. Neben einer abendlichen Stadtteilführung in Giesing, die auf die Schicksale von Zwangsarbeit im Nationalsozialismus Bezug nahm, stand an diesem Wochenende das Thema Erinnerung und Sport im Fokus.

Am 30.11 hatten wir die Möglichkeit von Klaus Schulz durch die Gedenkstätte Dachau geführt zu werden. Während der Führung bei winterlichen Tieftemperaturen stand unter anderem das Thema Erinnerung an Menschen und Schicksale über Fußball als Bindeglied in Vordergrund: Fußball also in seinem Bedeutungsaspekt als seltener Moment des Menschseins. Denn gerade in der entmenschlichenden Lebensrealität von Konzentrationslagern vermochte der Fußball unter den Häftlingen Grenzen zu überwinden, ein Gefühl von Menschenwürde und Gemeinschaft zu vermitteln, einander zu verbinden, Barrieren zu überwinden und eine Kultur von Respekt und Verantwortung zu schaffen, wenn auch nur für den Moment. Schulz verwies in diesem Kontext auf Quellen, die das Austragen von Fußballturnieren im KZ Dachau zwischen den Häftlingen belegten. Für alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen war dies eine neue Perspektive auf das Thema Fußball im Kontext von Erinnerungsarbeit.

Einen runden Abschluss fand die Bildungsfahrt in München mit dem Spielbesuch 1860 München gegen Hansa Rostock, bevor mit neuen Eindrücken die Heimreise nach Leipzig angetreten wurde.

Wir danken an dieser Stelle der Deutschen Sportjugend für die finanzielle Förderung der Bildungsfahrt.